• Auffrischen statt entsorgen

Auffrischen statt entsorgen

05.01.2022

Die Ausstattungen sind vermehrt aus natürlichen und langlebigen Materialien. Innenarchitektin Karin Bruni gibt zudem Einrichtungstipps, die Umwelt und Portemonnaie schonen.

Frau Bruni, wie sieht ein Wohnzimmer im Jahr 2022 aus?
Natürliche Materialien wie Holz, Kork, Naturstein, Leinen und Baumwolle sind gefragt. Die Tendenz zur Natur ist aber auch bei der Farbauswahl sichtbar: Warme Beigetöne und gedeckte Erdtöne werden kombiniert mit Grüntönen, dunklem Weinrot oder einem kräftigen Gelb. Wer es etwas ausgefallener mag, kann auf Farbakzente in einem hellen Flieder oder einem kühlen Türkis setzen.

Auf was muss geachtet werden, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen?
Die Grundfarben des Raums sollten in einer Farbfamilie gewählt werden. Einzelne Möbel oder Accessoires in einem anderen Farbton können dann Akzente setzen. Bei der Auswahl von Dekoartikeln gilt: Je grösser der Raum, desto grösser dürfen auch Wandbilder und Vasen sein. Nicht zu vergessen ist die Beleuchtung: Neben den üblichen Deckenleuchten sollten weitere Lichtquellen im Raum platziert werden. Das Wohnzimmer wirkt dadurch viel spannender und gemütlicher.

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?
Die Herkunft, die Umweltfreundlichkeit sowie die Langlebigkeit des Materials sind immer zentraler. Möbel werden vermehrt aufgefrischt, anstatt sie direkt zu entsorgen und durch neue zu ersetzen: So kann der alte, bequeme, aber doch schon sehr abgewetzte Sessel mit einem neuen Stoffbezug und mit einer Auffrischung der Holzteile zu einem absoluten Hingucker im neuen Wohnzimmer werden. Ausserdem ist Vintage wieder richtig im Trend: Wieso nicht einfach mal die Brocki in der Nähe nach passenden Schätzen durchstöbern? Dies ist nachhaltig und schont das Portemonnaie.

Interview: Jana Grütter / Karin Bruni (Schreinerei Fehlmann AG, Müllheim)